Beratung, Begleitung und die Wege der Linderung

Sterbehilfe in Paderborn

Nicht jede Sorge am Lebensende lässt sich allein durch medizinische Behandlung beantworten. Manche Menschen wünschen sich eine persönliche und unabhängige Beratung über alle Möglichkeiten am Lebensende, über Palliativversorgung, Sterbebegleitung, Sterbehilfe und die eigenen Wünsche für die letzte Lebensphase.

Die Begriffe Sterbehilfe, Freitodbegleitung und Suizidhilfe werden auf dieser Seite für dieselbe Sache verwendet: die ärztliche Unterstützung bei einem selbstbestimmten Sterbewunsch.

Sterbehilfe-Beratung für Paderborn

  • Die Angebote auf dieser Seite begleiten schwerkranke Menschen auf dem Weg der Linderung.
  • Manche Menschen beschäftigt darüber hinaus ein anderer Wunsch: selbstbestimmt über das eigene Lebensende zu entscheiden.
  • Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 ist die Hilfe beim freiverantwortlichen Suizid in Deutschland grundsätzlich straffrei.
  • Genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir beraten Sie offen und ergebnisoffen zu Sterbewünschen, immer auch über alle Alternativen, und begleiten Sie, wenn der Wunsch nach ausführlicher Beratung bestehen bleibt, auch in Paderborn.

Täglich 9 bis 21 Uhr · E-Mail: leidfrei-sterben@sapv.de

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    Das Team von Leidfrei Sterben verbindet Sterbehilfe und Trauerbegleitung mit palliativmedizinischer Erfahrung.

    Als Palliativmediziner beraten unsere Ärzte auch Menschen im Raum Paderborn. Die Beratung für Paderborn führen wir telefonisch; eine weitergehende Begleitung ist nach ausführlicher Beratung auch vor Ort möglich.

Palliativmedizin, SAPV, Hospiz und persönliche Begleitung in Paderborn

Paderborn verfügt über eine gut vernetzte Hospiz- und Palliativversorgung. Für die ambulante Koordination steht das Paderborner Palliativnetz zur Verfügung. Hinzu kommen mehrere ambulante Hospizdienste, das stationäre Hospiz Mutter der Barmherzigkeit und die Palliativstation des Christlichen Klinikums Paderborn.

Paderborner Palliativnetz

Nordstraße 42, 33102 Paderborn · Telefon: 05251 8720301

Das Paderborner Palliativnetz koordiniert die ambulante palliative Versorgung im Kreis Paderborn. Qualifizierte Ärzte und Pflegefachkräfte arbeiten mit Hausärzten, Pflegediensten und Hospizdiensten zusammen, damit schwerkranke Menschen möglichst zu Hause versorgt werden können.

Die Fachberatung ist montags bis donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 14:30 Uhr erreichbar. Für spezialisierte Versorgung ist eine ärztliche Verordnung erforderlich.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website

Ambulanter Hospizdienst St. Johannisstift

Reumontstraße 32, 33102 Paderborn · Telefon: 05251 291909

Der Ambulante Hospizdienst St. Johannisstift bietet persönliche Beratungsgespräche, Hausbesuche und Begleitung im häuslichen sowie stationären Bereich. Ehrenamtliche begleiten schwerkranke und sterbende Menschen und unterstützen Angehörige und Freunde kostenfrei.

Das Büro ist montags, dienstags und donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr erreichbar; außerhalb dieser Zeiten kann eine Nachricht hinterlassen werden.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website

Ambulanter Hospizdienst Tobit

Grünebaumstraße 1, 33098 Paderborn · Hospiztelefon: 05251 889-2470

Der Ambulante Hospizdienst Tobit begleitet schwerstkranke Menschen und ihre Zugehörigen zu Hause und in Einrichtungen. Qualifizierte Ehrenamtliche unterstützen dabei, Lebensqualität und Würde in der letzten Lebensphase zu bewahren.

Die Koordinatorinnen beraten zu Sterbebegleitung, Entlastungsmöglichkeiten und Trauer. Termine werden individuell vereinbart.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website

Hospiz Mutter der Barmherzigkeit

Busdorfmauer 7, 33098 Paderborn · Telefon: 05251 102200

Das stationäre Hospiz nimmt Menschen mit einer fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung auf, wenn eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich oder ausreichend ist.

Die Gäste und ihre Zugehörigen finden dort einen geschützten Ort zum Leben und Abschiednehmen. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit vollstationärer Hospizversorgung.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website

Palliativstation im Christlichen Klinikum Paderborn

Reumontstraße 28, 33102 Paderborn · Telefon: 05251 401-250

Die Palliativstation am Krankenhaus St. Johannisstift gehört zur Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin. Ein multiprofessionelles Team legt die Behandlungsschritte individuell fest und verbindet Symptomlinderung mit medizinischer, pflegerischer und psychosozialer Begleitung.

Die Station wurde 2026 umfassend neu gestaltet. Eine Aufnahme kann über behandelnde Ärzte oder aus anderen Krankenhausbereichen angefragt werden.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website

Weitere ambulante Unterstützung

Neben SAPV und Hospizdiensten können Hausärzte, ambulante Pflegedienste, Kliniksozialdienste und die Beratungsstellen des Hospiz- und Palliativnetzes die Versorgung koordinieren. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Erkrankung, Symptomlast, Pflegebedarf und den persönlichen Wünschen ab.

Palliativversorgung in Paderborn nach Stadtteilen

Die palliative Versorgung ist in Paderborn nicht strikt nach Stadtteilen organisiert. Insbesondere SAPV und ambulanter Hospizdienst begleiten Menschen stadtweit. Entscheidend sind Erkrankung, Symptomlast, Pflegebedarf und die gewünschte Form der Versorgung.

  • Kernstadt / Innenstadt: Hospiz Mutter der Barmherzigkeit, Palliativstation, Hospizdienste und Palliativnetz liegen zentral
  • Schloß Neuhaus / Sande: stadtweite ambulante Versorgung durch Palliativnetz, Hospizdienste und Pflegedienste
  • Elsen / Wewer: ambulante Palliativversorgung, Hospizbegleitung und spezialisierte Versorgung
  • Marienloh / Benhausen / Neuenbeken: ambulante Palliativversorgung, Hospizbegleitung und spezialisierte Versorgung
  • Dahl: ambulante Palliativversorgung, Hospizbegleitung und spezialisierte Versorgung
  • Paderborn insgesamt: Palliativnetz, mehrere ambulante Hospizdienste, stationäres Hospiz, Palliativstation und ambulante Palliativpflege

Wann sollte man palliative Unterstützung suchen?

Nicht erst in den letzten Tagen des Lebens. Eine Beratung kann sinnvoll sein, wenn

  • eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist
  • Beschwerden zunehmen
  • wiederholt Krankenhausaufenthalte notwendig werden
  • die Versorgung zu Hause schwieriger wird
  • Angehörige zunehmend belastet oder überfordert sind
  • Unsicherheit über die weitere Behandlung besteht
  • die eigenen Wünsche für die letzte Lebensphase geklärt werden sollen

Palliativmedizin bedeutet nicht, eine Behandlung aufzugeben. Vielmehr geht es darum, medizinische Behandlung und Leidenslinderung miteinander zu verbinden und die Therapie an den persönlichen Zielen des Patienten auszurichten.

Sie müssen den Weg nicht allein finden

Ob es um Symptomkontrolle, die Versorgung zu Hause, eine Palliativstation, ein Hospiz, die Entlastung Angehöriger, grundsätzliche Fragen zur letzten Lebensphase oder um einen Sterbewunsch geht: Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen, den für Sie passenden Weg zu finden.

täglich 9 bis 21 Uhr

In akuten Krisen: Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie bitte jetzt mit der Telefonseelsorge:

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenfrei, rund um die Uhr, anonym), online unter telefonseelsorge.de.

In Notfällen wählen Sie die 112.

Unser Angebot richtet sich nicht an Menschen in akuten seelischen Krisen.